Home

 

Berechnung: "Verbleibende Gewerbesteuer"

 
  Vertreter der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW) warnen die Kommunen immer wieder vor weiteren Gewerbesteuerhebesatzerhöhungen.
Städte wie z.B. Neutraubling (Krs. Regensburg) werden mit einem Gewerbesteuerhebesatz von 300 v.H. hinsichtlich der Gestaltung des Gewerbesteuerhabesatzes als vorbildlich hingestellt.
Die Stadt Neutraubling kann sich den Hebesatz von 300% nur leisten, weil sie einerseits eine sehr hohe Steuerkraft aufweist und andererseits der Landkreis Regenspurg lediglich einen Kreisumlagesatz von 40% hat.

Einen niedrigen Gewerbesteuerhebesatz können sich nur steuerstarke Gemeinden leisten.
Je niedriger der Hebesatz, unso höher muss die Steuerkraft einer Gemeinde sein, damit kein "Verlust" durch die Gewerbesteuer eintritt (gilt auch für die Grundsteuern).
So werden z.B. steuerschwache Gemeinden, die sowohl allgemeine Schlüsselzuweisungen als auch Sonderschlüsselzuweisungen erhalten, bei einem Gewerbesteuerhabesatz von 290% und darunter sowie einem Kreisumlagesatz von 50% stets schlechter gestellt gegenüber Gemeinden ohne Gewerbesteuereinnahmen. Es werden sozusagen die "Fixkosten" nicht gedeckt, die aufgrund des Messbetrages (Grundbetrages) anfallen (Gewerbesteuerumlage, Kreisumlage und Minderungen bei den Schlüsselzuweisungen).
Einer steuerschwachen Gemeinde mit einem Gewerbesteuerhebesatz von 320% verbleibt in der Regel lediglich ein "Netto-Betrag" von ca. 10% der Bruttogewerbesteuereinnahmen.

Mit der Excel-Tabelle "Berechnung verbleibende Gewerbesteuer" kann jede kreisangehörige Kommune in ein paar Minuten berechnen, wieviel ihr vom Brutto-Gewerbesteueraufkommen verbleibt.
Diese Tabelle kostet nichts und kann unter nachfolgendem Link heruntergeladen werden.



 
  Tabelle zur Berechnung der bei der Gemeinde verbleibenden Gewerbesteuer